Mittwoch, 19. August 2015
Alte Schriften in Bulgarien
Donnerstag, 29. September 2011
Craiova, August 2008

Mittwoch, 28. September 2011
Bukarest, Strada Luterană
Die Beschriftung der Glastür war sicher nicht billig gewesen, der professionelle Eindruck ließ einen auch eher an sich selbst zweifeln. Ich ging sogar noch einmal zurück, um auszuschließen, daß das Lokal nicht einfach "Sandwitches" hieß, daß es sich also um keinen Schreibfehler, sondern um eines dieser kommerziellen Wortspiele handelte: "Die Sandwich-Hexen". Der Fehler freute mich, aber es war keine Schadenfreude, sondern die Freude darüber, daß Menschen Fehler machten. Ohne den Fehler hätte ich mir nie vorzustellen versucht, wer der Türbeschrifter war. Warum mußte man überhaupt richtig schreiben? Die ersten französischen Buchdrucker haben die Orthographie manipuliert, damit die Wörter länger wurden und der Kunde mehr bezahlen mußte. Leider ist für uns Orthographie kein Raum der Selbstverwirklichung, man darf nichts anfassen oder umstoßen, man muß nur irgendwie heil duchkommen.
Dienstag, 20. September 2011
Craiova, August '08
Selten hatte ich mich so frei gefühlt wie im Sommerkurs an der rumänischen Universität. Mit Heinz-Rühmann-Lächeln unterwarf ich mich voller Lust einer Ordnung, die auf mich als Privatier keinen Zugriff mehr hatte. Vielleicht hätte ich mich auch über einen Hocker gebeugt und Schläge mit dem Rohrstock hingenommen, um den Grad meiner Freiheit noch intensiver auszukosten. So muß man sich gefühlt haben, wenn man mit einem Westpaß in den Ostblock reiste, wie Herr Rossi, der nur in die Trillerpfeife blasen mußte, um sich in der der größten Gefahr in Luft aufzulösen und durch die Zeit zu verduften. Auf meine Art erlebte ich dasselbe, wenn ich morgens, mit einem Automatenkaffee in der Hand, zu spät den Unterrichtsraum betrat und, wenn mich etwas nicht interessierte, die Zeitung überflog. Den ins Exil gegangenen Rumänen wird vorgehalten, sie dürften sich kein Urteil über das Leben der Zurückgebliebenen erlauben. Dasselbe sagen die, die während der Belagerung in Sarajevo ausgeharrt haben über die Flüchtlinge. Wie weit muß man anwesend sein, um über ein Land Aussagen zu treffen? Manche Dinge fallen einem ja nur in den ersten fünf Minuten auf, z.B. das Wasser von den Klimaanlagen, das mir an den ersten Tagen auf den Kopf tropfte, es war für meine Wahrnehmung irgendwann verschwunden, weil ich den Pfützen automatisch auswich. Gibt es überhaupt die Realität Rumänien, die man mehr oder weniger gut kennen kann? Ergibt eine Dokumentation von Wim Wenders ein relevanteres Bild als eine einem Straßenhund umgebundene Kamera? Wieviel muß man gesehen haben? Ist "gesehen haben" quantifizierbar? Wenn das, was man sehen könnte, unendlich ist, spielt es dann eine Rolle, wieviel man gesehen hat? Sieht man mehr, wenn man sich viel bewegt, oder wenn man stehen bleibt und wartet? Beim Sommerkurs an der Universität fühlte ich mich wie der König als Bettler, der Traum von einem Studium ohne Prüfungen, einer Lehre, die nie zuende geht, ein Leben ohne jüngstes Gericht. Die Utopie einer Gesellschaft, in der jeder in Wirklichkeit nur den Platz eines anderen eingenommen hat, allen macht ihre Tätigkeit Freude, weil keiner machen muß, was er tut.
Montag, 19. September 2011
Băile Herculane, August 2008

Freitag, 19. August 2011
Bukarest - Sinaia
"Müllabladen verboten, Strafe 10.000.000 Lei", noch in alter Währung, 2005 sind 4 Nullen gestrichen worden, macht 1000 Lei, also 250 Euro, wobei 10000000 Lei natürlich viel abschreckender klingt. "Vrei să fii Milionar?" klingt ja auch nicht so gut, wie "Vrei să fii Miliardar?", so hieß die Sendung vor der Währungsreform. Viele Rumänen rechnen noch in alten Lei, obwohl das theoretisch viel schwerer sein müßte, aber Nationen mit schwacher Währung sind bestimmt bessere Kopfrechner, wie Nationen mit älteren Autos ja auch bessere Autoreparierer sind.
Sonntag, 14. August 2011
Bukarest, Stradă Luterană
Samstag, 13. August 2011
Bukarest, Şipotul Fântânilor
Freitag, 12. August 2011
Elelectronice
Mündliches Stottern ist weit verbreitet, aber schriftliches Stottern, und das bei einem Schildermaler?














