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Mittwoch, 28. September 2011

Bukarest, Strada Luterană


Die Beschriftung der Glastür war sicher nicht billig gewesen, der professionelle Eindruck ließ einen auch eher an sich selbst zweifeln. Ich ging sogar noch einmal zurück, um auszuschließen, daß das Lokal nicht einfach "Sandwitches" hieß, daß es sich also um keinen Schreibfehler, sondern um eines dieser kommerziellen Wortspiele handelte: "Die Sandwich-Hexen". Der Fehler freute mich, aber es war keine Schadenfreude, sondern die Freude darüber, daß Menschen Fehler machten. Ohne den Fehler hätte ich mir nie vorzustellen versucht, wer der Türbeschrifter war. Warum mußte man überhaupt richtig schreiben? Die ersten französischen Buchdrucker haben die Orthographie manipuliert, damit die Wörter länger wurden und der Kunde mehr bezahlen mußte. Leider ist für uns Orthographie kein Raum der Selbstverwirklichung, man darf nichts anfassen oder umstoßen, man muß nur irgendwie heil duchkommen.

Freitag, 9. September 2011

Crișan


In Crișan, mitten im Donaudelta stieß ich auf eine anrührende Handwagenkultur. Diese Fahrzeuge dienen hier dem Zweck, Touristengepäck von der Anlegestelle zur Pension zu transportieren. Die in Handarbeit geschaffenen Modelle dokumentieren einen Überschuß an ästhetischem Ausdruckswillen, wenn sie auf verspielte Weise denselben Bautyp variieren. Jedes dieser Fahrzeuge, die, schon weil sie mit Muskelkraft betrieben werden und die Hände binden, für niedere Arbeiten stehen - bzw. sogar emblematisch wurden für die Vertreibung von Volksgruppen aus ihrer Heimat-, erstaunt hier durch eine Unverwechselbarkeit, die bei uns durch die industrielle Massenproduktion verloren gegangen ist.

Donnerstag, 8. September 2011

Mila 23


Im Donaudelta leben Nachkommen von Russen, die im 17.Jahrhundert wegen einer Kirchenreform das Land verlassen hatten, sie wollten das Kreuz weiterhin mit zwei und nicht mit drei Fingern schlagen. Wie seltene Blumen betrachtet man die Gräber, wenn Namen wie Nichiforov, Danilov, Marcov darauf stehen, ein paar Kilometer weiter, hinter der ukrainischen Grenze, würde man nicht so staunen. Man muß nur seine Heimat verlassen, um interessant zu werden. Vielleicht gibt es Gegenden in der Welt, in denen unser Hausspatz als Exot bestaunt wird. Der Friedhof von Mila 23 war so zugewuchert, daß ich Angst hatte, auf Gräber zu treten. Die Schmiedearbeiten haben mich an unsere Brandenburger Gartenzäune erinnert.

Mittwoch, 7. September 2011

Bukarest, Parcul Herăstrău


Die rumänische Geschichtsschreibung beginnt mit der Trajanssäule, als Höhepunkt des Kunstschaffens gilt die "Endlose Säule" von Constantin Brâncuși (der schon als Kind aus einer Obstkiste eine Geige gebaut haben soll), und auch im Parc Herăstrău, der wie so vieles in der Welt eine Zeitlang den Namen von Stalin trug, befindet sich eine bemerkenswerte Säulenskulptur. Lange betrachtete ich sie, bis mir bewußt wurde, was mir daran so vertraut vorkam. Für die Rettung unserer DDR-Papierkörbe aus Beton und Kieselsteinen mit Polyäthylen-Einsatz, die sich so gut mit Feuerzeugbenzin in Brand setzen ließen, war hier eine überraschende Lösung gefunden worden. Hat den Künstler ein Besuch in der DDR zu diesen Formen inspiriert? Oder war er gezwungen, mit den Materialien auszukommen, die ihm die RGW-Volkswirtschaften zur Verfügung stellten? Unbemerkt sind die DDR-Papierkörbe, deren Gestalter unbekannt ist, aus unserem Stadtbild verschwunden, man findet sie nur noch in Freiluftmuseen wie dem Greifswalder Zentralen Omnibus-Bahnhof (Foto: Jana Löwe). Die Integration in Kunstwerke, deren Zerstörung in unserer Gesellschaft ja seltsamerweise tabuisiert ist, könnte für Gebrauchsgegenstände wie sie eine Überlebenschance sein.

Dienstag, 6. September 2011

Bukarest, Casa Presei libere


Das Combinatul Poligrafic Casa Scînteii "I.V.Stalin" von 1956 hieß später Casa Scînteii, "Scînteia" ("Der Funke") war die Zeitung der rumänischen KP. 1990 wurde es in "Haus der freien Presse" umbenannt und von der Leninstatur davor blieb nur der Sockel stehen, der zur Zeit Ort wechselnder Kunstprojekte ist, wie dieses "Monuments für den Beton". Im Gegensatz zu den Resten der römischen Besatzung, auf die Rumänien wie jedes betroffene Land stolz ist, und den Bürotürmen mit Glasfassade, die dort heute überall gebaut werden, wird die sowjetisch inspirierte Architektur von vielen als Fremdkörper verachtet. Andere haben damit weniger Probleme, im Haus der Freien Presse befindet sich neben dem Boulevard-Blatt "Click!" die rumänische Börse. Im Palast der Republik hat ja auch McKinsey sein 40.Jubiläum gefeiert, im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR sitzt die European School of Management and Technology und im Berliner Institut für Marxismus-Leninismus befindet sich die Dependance eines englischen Clubs mit Swimmingpool für Leute, die was mit Medien machen. Kirchen wurden ja schon immer auf heidnischen Kultstätten errichtet. Die alten Fahnenhalter sind in Bukarest noch an vielen Häusern und Laternen zu sehen, man könnte sie zum Abschießen von Silvesterraketen benutzen, aber da die Fahne sehr populär ist, wird es ihnen wohl nicht wie den Colaflaschenhaltern an den Kinositzen gehen, die mit den Kinos aussterben werden, und von denen schon unsere Enkel nicht mehr wissen werden, wozu sie uns gedient haben.

Montag, 5. September 2011

Castelul Peleș

Komfort ist die Abwesenheit von unangenehmen Empfindungen, eine bereits erreichte Stufe von Komfort wird nicht mehr wahrgenommen, die Komfortbedürfnisse verfeinern sich sofort. Ein Umfeld vollkommener Bequemlichkeit kann nicht bewußt genossen werden. Anders der ausklappbare Sitz an unseren DDR-Kraxen mit Außengestell in einer langen Nacht in einem überfüllten Abteildurchgang der rumänischen Eisenbahn mit klebrigem Boden. In ihrem Schloß Peleș befinden sich zwei fast identische Marmorskulpturen der ersten rumänischen Königin, einer Deutschen, die sich als Dichterin Carmen Sylva nannte "Lied" und "Wald". Eine Version ist mit einer Lesemaschine ausgestattet, die der Königin das lästige Halten des Buchs erspart. Dank dieser Vorrichtung konnte sich Carmen Sylva beim Lesen mit rumänischer Stickerei beschäftigen, wie sie es liebte. In einer asiatischen Despotie hätte man einen Sklaven zur Verfügung gehabt, um das Buch zu halten, und einen zweiten zum Umblättern, aber Not macht erfinderisch.

Freitag, 2. September 2011

Bukarest, Stradă Mendeleev

Durchs Schaufenster sah ich in eine Schneiderwerkstatt und rätselte, was ich hier sah, und warum mir solche Räume sofort heimatlich vorkamen. Ich hätte hier gerne im Winter am Ofen gesessen, während Maistru Stoică Anzüge weiter oder enger nähte, je nach der Lebensphase des Auftraggebers. In Wirklichkeit wäre es dann wahrscheinlich bitterkalt gewesen, aber sich die Wirklichkeit vorzustellen, war keine Herausforderung. Die Ordnung, die in diesem Raum herrschte, konnte man studieren, aber nicht künstlich erzeugen, sie war in den Jahren entstanden und in jedem Detail steckte etwas von dieser Zeit. Offenbar wurde hier wieder meine Phantasie von nichtenfremdeter Arbeit angeregt. Es war schön, daß in diesem Raum ein Mensch allein am Werk war, allein verantwortlich für sein Produkt. Er betrieb sein Handwerk schon lange, und in solchen Berufen hieß das, daß man im Alter immer besser wurde. Hier wurde hergestellt und verkauft, und dafür war es nicht nötig zu repräsentieren oder dem Kunden entgegen zu kommen. Während in Berlin die Mode-Geschäfte aus dem Boden schossen, über denen in scheinbarer Schlichtheit nur der Vor- und Zuname der Betreiberin stand - Undine Ziesche wollte sich auf diese Weise in die Marke "Undine Ziesche" verwandeln -, hatte Maistru Stoică nicht einmal seinen Vornamen ausgeschrieben.

Donnerstag, 1. September 2011

Bukarest, Muzeul Satului


Oft lagen an den Kreuzungen frische Splitter von Autoscheinwerfern und Teile von Stoßstangen, das prägende Geräusch war das von schrill quietschenden Bremsen. An den großen Boulevards warteten die Fußgänger minutenlang auf Grün, geduldig wie auf den nächsten Frühling. In anderen Straßen war der Fußweg zugeparkt und man ging auf der Fahrbahn wie in den Zeiten der Revolution. Das häufige Hupen klang nicht wie das, mit dem deutsche Autofahrer ihren Unwillen darüber bekundeten, daß jemand gegen eine Regel verstieß und ihnen damit geistige Geschmeidigkeit abverlangte, sondern wie das Nebelhorn von Dampfschiffen auf dem Atlantik. Im Dorfmuseum sah ich zwei Autos, an denen das Wesen des Autofahrens deutlich wurde, das nicht darin bestand, vorwärts zu kommen, sondern bequem zu sitzen und allein zu sein. Diesen Luxus hatte man nur in den Modellen genossen, die man als Kind fahren durfte. Das Ende von Benzin und Strom würde nicht das Ende des Autos bedeuten, wir würden weiter viel Zeit in unseren Autos verbringen, die sich wieder in Spielzeuge zurückverwandelt hätten.

Mittwoch, 31. August 2011

Purgatoriul, Bulevardul Magheru


An manchen Tagen geriet ich schon über die Tatsache, daß diese Sprache existierte, in stundenlanges Grübeln. Meine Zunge hatte sich an den nachgestellten Artikel gewöhnt, aber manchmal traf mich diese sonderbare Eigenheit wieder wie ein Schock. Eine heftige Sehnsucht, die Zusammenhänge zu verstehen, flammte auf. Das Studium nordrussischer Dialekte, der mandschu-tungusischen Sprache, des Bulgarischen und Albanischen hätte mich weitergeführt. Ich rechnete aus, wieviele Sprachen ich im Leben noch lernen konnte, wenn ich keine Zeit verlor. Es stand mir frei, mich beliebig tief in die Forschungsliteratur zu diesem Phänomen einzuarbeiten, aber wertvoller war mir die Heftigkeit meines Staunens.

Dienstag, 30. August 2011

Bukarest, Calea Plevnei

Eine Treppe endete an einer Wand, war hier einmal eine Tür gewesen und die Treppe übrig geblieben? Oder war das ganze Haus ausgetauscht worden? Oder handelte es sich um eine optische Täuschung, und man konnte durch die Wand durchgehen, wenn man nur fest daran glaubte? Vielleicht brachte es auch Unglück, Treppenstufen abzureißen? Oder man hatte noch seine Haltung aus der Zeit des Mangels bewahrt, daß man nichts wegwarf, auch keine Treppenstufen? Erst als ich anfing, über solche Rätsel nachzudenken, gingen mir die Augen auf, und ich staunte über den Reichtum und die Vielfalt dieser Stadt. Es war, als mußte man erst durch eine Wand gehen.

Montag, 29. August 2011

Heimatweh

In meiner Straße war eine Allee von Betonfässern aufgestellt worden, weil ein Kabel in zwei Metern Höhe zu einer Baustelle geleitet werden sollte. In Deutschland erinnerten Baumaßnahmen immer an den Atlantikwall. Das spirituelle Zentrum der Bundesrepublik war die Tiefgarage, nirgends war man der Seele der Deutschen näher. In der schmucklosen Solidität unserer Bunkerarchitektur lag eine große Angst vor der Zukunft. In Bukarest sahen Baustellen aus wie Spielplätze, auch wenn hier niemand Helme trug. Die Männer, die bei einem Gebäude von Anfang an dabei waren, lernten mit jedem Stockwerk mehr über ihre Aufgabe. Kabel wurden in Baumgabeln gelegt wie Gartenbeleuchtung.

Freitag, 26. August 2011

Bukarest


Ein ausrangierter Regionalexpress, Postautos, Papierkörbe, der Auswurf der deutschen Gesellschaft führte hier ein zweites Leben. Die Banalität dieser Begegnungen machte mich jedesmal traurig und mutlos. Es war mir schon einmal passiert, daß diese Formen alles Bekannte verdrängt hatten. Zahnkliniken und Wäschereien nannten sich deutsch, um Kunden zu locken, eine Ladenkette für deutsche Produkte führte Marken, von denen ich noch nie gehört hatte. In manchen Dörfern hatte man die Dorfstraße mit Dutzenden deutscher Papierkörbe geschmückt, die dicht nebeneinander hingen. Offenbar war die Möglichkeit, seinen Müll in einen Papierkorb zu werfen, zu einem kommunalen Statussymbol geworden, trotzdem wurde kaum Gebrauch davon gemacht. Es gab Tage, an denen ich den herumliegenden Müll mit Wohlwollen sah, weil er auf deutsche Touristen abschreckend wirken mußte.

Donnerstag, 25. August 2011

Bukarest



Anders als die Gebäude hörten die Pflanzen nicht auf zu wachsen, Straßenbäume durchbrachen Mauern, Efeu schlang sich um Laternen und hing an Kabeln wie ein Vorhang über die Straßen. Die Parks waren Wälder, die Bürgersteige Wanderwege, auf denen Löcher klafften, in die man stürzen konnte. Die Sonne brannte so heiß, daß an allen Kreuzungen Rettungszelte aufgestellt worden waren, in die sich die alten Menschen vor der Hitze flüchteten. Ermattete Hunde lagerten in Meuten im Schatten der Denkmäler auf verdorrtem Gras und streunten nachts kläffend durch die Viertel, während durch die Straßen Fahrzeuge rollten und Nebelschwaden von süßlich riechendem Insektengift versprühten.

Mittwoch, 24. August 2011

Tulcea


Aus Bewehrungsstahl, Rohr, Beton und Blech, den Materialresten, die die überforderte Volkswirtschaft ihnen zuteilte, hatten namenlose Gestalter Formen entworfen, denen man auch nach Jahrzehnten noch ansah, wie gerne man damals in der Zukunft gelebt hätte.

Dienstag, 23. August 2011

Bukarest, Cimitirul Ghencea


Die Schrift auf den meisten Gräbern war schwarz und manchmal verliefen die Buchstaben, ich erinnerte mich, davon gehört zu haben, daß im Sozialismus Goldschrift verboten gewesen war, um keine Ressourcen zu verschwenden, aber in welchem Land war das gewesen? Oder hatte ich es bei Kempowski gelesen und es bezog sich auf die Nazizeit und den Krieg? Seit im letzten Jahr ihre DNA geprüft worden ist, haben die Ceauşescus ein gemeinsames Grab, hat die Familie es ausgesucht? Auf der Rückseite trägt der Grabstein ein kleines Kreuz, das mich an die gekreuzten Finger beim Schwören erinnerte. Gleich nebenan steht das Familiengrab der Familie "Pfau", dessen Architektur dem Geschmack der neuen Mächtigen entspricht und sicher auch den Ceauşescus besser gefallen hätte. Die Friedhofsarbeiter hörten Radio bei der Arbeit und streunende Hunde lagen erschöpft in der Sonne.

Montag, 22. August 2011

Tulcea, Poliţia locală

Eine Polizei-Dienstbox stand leer, man konnte schnell einen Blick hineinwerfen und die auf so engem Raum angeordneten Gegenstände betrachten. Auf einem Tischchen eine Kaffeetasse, ein Radio der Marke "Fugison", ein Armband aus Muscheln, ein Stift, ein Schlüsselbund und ein loser Schlüssel, ein goldener Wecker (schräg an die Scheibe gelehnt, um das Ziffernblatt besser sehen zu können), eine Rolle Klebeband, ein Feuerzeug (zur Sicherheit eine Schachtel Streichhölzer), zwei Tütchen Zucker, eine Rolle Klopapier ohne Seele. Unter dem Tisch stand ein Radiator für den Winter. Die Tischdecke trug den deutschen Aufdruck "Gesundheitswesen". Wer hatte sich hier so eingerichtet? Wann würde er wiederkommen? Die Abwesenheit ihres Besitzers gab seinen Gegenständen einen geheimen, rätselhaften Sinn. Hier war kein Verbrechen geschehen, außer das eines Lebens in Feindschaft mit der zu langsam verrinnenden Zeit.

Sonntag, 21. August 2011

Bukarest, Bulevardul Lăscar Catargiu

Auf solchem Pflaster wurde das Gehen nie langweilig, man sah viel auf den Boden, wie als Kind, und es war manchmal wie beim Wandern im Gebirge, daß man sich freute, wenn man auf einem großen, glatten Stein festen Halt fand.

Samstag, 20. August 2011

Bukarest

Oft waren in die Türen und Hoftore Gucklöcher geschnitten worden, durch die ein kühler, in der Hitze angenehmer Luftstrom blies, der nach Vergangenheit und rumänischen Schwarz-Weiß-Filmen im Ferienprogramm roch.

Freitag, 19. August 2011

Bukarest - Sinaia


"Müllabladen verboten, Strafe 10.000.000 Lei", noch in alter Währung, 2005 sind 4 Nullen gestrichen worden, macht 1000 Lei, also 250 Euro, wobei 10000000 Lei natürlich viel abschreckender klingt. "Vrei să fii Milionar?" klingt ja auch nicht so gut, wie "Vrei să fii Miliardar?", so hieß die Sendung vor der Währungsreform. Viele Rumänen rechnen noch in alten Lei, obwohl das theoretisch viel schwerer sein müßte, aber Nationen mit schwacher Währung sind bestimmt bessere Kopfrechner, wie Nationen mit älteren Autos ja auch bessere Autoreparierer sind.

Donnerstag, 18. August 2011

Tulcea, Monumentul Eroilor

Dieses Toilettenschild in Tulcea am "Denkmal für die Helden" ist in Wahrheit ein Palimpsest. Ein lässig grüßender Mann und eine Frau in Pumps und Minirock machen auf jeden Fall schon einmal Lust auf einen Toilettenbesuch außer der Reihe. Wenn man genau hinsieht, stellt man aber fest, daß das Schild übermalt wurde und bereits ein Leben als Straßenschild hinter sich hat. "Strada Orizontului" steht dort eingeprägt. Es ist schön, daß in Rumänien nicht nur alte deutsche Regionalexpresse, alte deutsche Papierkörbe und alte deutsche Postautos eine zweite Chance bekommen, sondern auch Schilder von nicht mehr benötigten Straßen.